B3 Biennale des bewegten Bildes 2021: Das Games-Programm

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Seit der Premiere 2013 sind Games als Innovationsmotor, Wirtschaftsfaktor und Kulturgut zentraler Bestandteil der B3 Biennale des bewegten Bildes. Die Games-Branche gilt als einer der innovativsten Teile der Kultur- und Kreativwirtschaft. Computerspiele und Entwicklungen wie Virtual- und Augmented Reality bestimmten die Zukunft des bewegten Bildes maßgeblich mit. Das Programm wird erneut von dem Gamesexperten René Meyer (Haus der Computerspiele) kuratiert.

Highlight ist sicher das Panel zu aktuellen Entwicklungen in der Volksrepublik China. Hier dürfen seit Kurzem Jugendliche nur noch drei Stunden pro Woche online spielen. Was steckt dahinter? Ist das wirklich sinnvoll? Und könnte und sollte dieser harte Jugendschutz auch ein Beispiel für den deutschsprachigen Gaming-Raum sein? Wie bringt man maßvollen Medienkonsum und virtuellen Sport am Bildschirm zusammen? Darüber diskutieren Thorsten Unger, CEO Wegesrand, Dixon Wu, Veranstalter der Retro.hk Gaming Expo in Hongkong sowie Marian Härtel, Spiele-Anwalt und Unternehmensberater im Bereich E-Sport & Asien.

Ein weiteres Panel diskutiert unter dem Titel „Fighting the Giants“ die Frage: Wie kann man als kleiner Spieleentwickler gegen die ganz Großen der Branche bestehen? McMiddlearth hat es gewagt und gewonnen. Auf einem Minecraft Server wurde komplett Mittelerde aus „Der Herr der Ringe“ nachgebaut. Im Panel soll es auch darum gehen, was es bedeutet, etwas Neues zu wagen, denn einfacher ist es doch, sich an bereits bestehenden Erfolg anzuhängen. Oder auch nicht. Mit Jogi Neufeld (Founder Subotron; A) und Teodor (Head Designer of Minecraft Middle Earth).

Learning with Games and Robots ist das Thema eines weiteren Panels. Die Leiterin des Zentrums für Angewandte Spieleforschung der Donau-Uni Krems Natalie Denk spricht darüber, warum es gerade im Bildungssektor wichtig ist, über Spielekultur nachzudenken und welche Möglichkeiten es gibt. Sie ist an einem Projekt beteiligt, dass Mädchen im E-Sport unterstützt. Allgemein ist Games und Gender eines ihrer Themen. YouTuber Ivan Filippov klärt darüber auf, warum LEGO Mindstorms ein großartiges Instrument zum Lernen ist. Er betreibt den YouTube-Kanal UNBRICK ME, auf dem sich alles um Mechanik, Robotik und LEGO-Technik dreht.

Wie man neue Spiele für alte Konsolen entwickelt und alte Spiele für neue Konsolen anpasst steht im Mittelpunkt des Panels „Retro Gaming“. Hier geht es um die Faszination alter Spiele und Konsolen, aber auch um die Frage, wer das kauft und wer das fördert – und vor allem um den Antrieb und die Motivation der Macher. Mit Nicolas Bétoux (Co-founder Morphcat Games; FR/GER) und Josh Fairhurst (CEO und Co-Owner Limited Run Games; USA).

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