Second Life: Markenartikler sind enttäuscht

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Markenanbieter sind enttäuscht über die Wirkung ihrer virtuellen Niederlassungen in “Second Life”, berichtet die Zeitschrift w&v. Weniger als ein Prozent der Internetnutzer würden regelmäßig in die 3D-Welt hineinschauen, und davon seien nur zwölf Prozent auf neue Produkte aufmerksam gemacht worden. Somit hätten die teuer errichteten Präsenzen von Unternehmen wie Adidas, BMW und Mercedes nur ein bis zwei Besucher pro Stunde; bei weniger bekannten Marken wie dem Energieversorger EnBW seien es nur eine Handvoll am Tag.

Felix Neuland von der Agentur Neuland + Herzer erläuterte im Rahmen einer Diskussionsrunde während des forward2business-Kongresses, warum für ihn ein Engegement trotzdem sinnvoll ist: Das Vorhaben ließe sich für PR-Zwecke nutzen (was im Fall seiner Umsetzung der Mercedes-Benz-Präsenz in Second Life sehr erfolgreich verlief), und die gesammelten Erfahrungen ließen für künftige 3D-Welten nutzen. Dabei geht es für ihn nicht nur um technisches Know-How, sondern auch um das Schaffen und Nutzen betrieblicher Strukturen. Immerhin genügt es nicht, nur eine virtuelle Niederlassung zu errichten; sie muß nachhaltig betreut werden. Wird in Second Life ein Shop eingerichtet, muß er von einem realen Verkäufer betreut werden. Es muß also geklärt werden, wieviel Personal eine virtuelle Niederlassung bindet, welche Abteilungen für 3D-Welten zuständig sind und wie sie effektiv zusammenarbeiten.

Kommentare

Ein Kommentar auf “Second Life: Markenartikler sind enttäuscht”

  1. Corporate Media Blog » Seid nicht gierig! am Juni 26th, 2007 10:01

    [...] Deutschlands Markenanbieter seien enttäuscht über die Wirkung ihrer virtuellen Niederlassungen in “Second Life”, meint die w&v: Die teuer errichteten Präsenzen von Unternehmen wie Adidas, BMW und Mercedes hätten nur ein bis zwei Besucher pro Stunde; bei weniger bekannten Marken wie dem Energieversorger EnBW seien es nur eine Handvoll am Tag. (via Spielenutzen.de) [...]