Dioxin-Prüfer für Handys

Abgelegt im Kapitel Allgemein | Kommentare deaktiviert 

Mit Hilfe des kostenlosen Programms “Dioxin Prüfer” für Android-Handys kann bereits im Laden geprüft werden, ob ein Ei Dioxin-belastet ist. Denn auf jedem Ei ist ein Code abgedruckt, der ungefähr die Form 2-DE-0312142 hat. Er gibt Herkunftsland, Tierhaltung und Legebetriebsnummer mit der Stallnummer jedes Eis an.

Gibt man den Code ins Handy ein, erhält man mit dem “Dioxin Prüfer” sofort eine Rückmeldung, ob ein zu hoher Dioxin-Wert festgestellt wurde. In diesem Fall sollte von einem Kauf abgesehen werden. Mit der Applikation lassen sich auch bereits gekaufte Eier prüfen.

Das Programm gleicht dazu Eier-Codes ab, die von Ministerien und Verbraucherzentralen als problematisch angegeben wurden. Bisher veröffentlichen nur einige Bundesländer die betreffenden Dioxin-Funde. Sollten weitere Länder Informationen veröffentlichen, wird zeitnah ein Update bereitgestellt. Auf Wunsch zeigt die Applikation die aktuelle Liste der belasteten Eier an.

Die Applikation ist im Android Market unter dem Begriff “Dioxin Prüfer” kostenfrei abrufbar.

Entwickelt wurde das Testprogramm vom Leipziger Unternehmen Another Mobile, einem langjährigen Spezialisten für Handysoftware.

Spieletrends 2011

Abgelegt im Kapitel Allgemein | Kommentare deaktiviert 

GamersFirst teilt seine Einschätzungen mit, wohin sich der Spielemarkt in den nächsten Monaten entwickeln wird. Auch wenn es sich um die interessengebundene Veröffentlichung eines Herstellers handelt, der ausschließlich kostenlose Onlinespiele veröffentlicht, steht es außer Frage, daß dieser Teilbereich weiter wachsen wird.

Free2Play wird zum Zentrum für AAA-Titel: Nach einem Jahr voller interessanter Veränderungen von Pay2Play-Games zu Free2Play-Versionen durch einige der größten Videospiel-Publisher erreichen Free2Play-Onlinespiele endlich AAA-Status. Spieler werden von den Abonnement- und Box-Modellen weggelockt und der Stand von Online-Videospielen erfährt eine drastische Verschiebung des Geschäftsmodells und der Einnahmen.

Hard Core Games halten Einzug bei den Mobilfunkgeräten – Mit iPads und Smartphones (die noch intelligenter werden), wird Gaming ein Teil von Mobilfunkgeräten. Mittlerweile nutzen fast 80 Prozent das Internet über ihr Handy. So ist ein deutliches Wachstum in den USA, Europa und Russland zu verzeichnen. Obwohl der Hype um Handyspiele langsam im Sande verläuft, zeigte der Markt bereits enorme Verheißungen durch das drastische Anwachsen der Nutzung von sozialen Netzwerken im vergangenen Jahr. Handy-Anwendungen spiegeln einen deutlichen Anstieg im Gaming wider, wo es als zusätzliches Kommunikations-Tool und für die Zusammenarbeit zwischen sozialen Netzwerken durch ein mobiles Gerät genutzt wird.

Security Lockdown für MMOs – Wir haben nicht nur einige wichtige Schritte der Branche in Bezug auf die Sicherheit bei Online-Videogames gesehen – GamersFirst hat drastische Maßnahmen ergriffen, um Anti-Hacking durchzusetzen und um vor schadhaftem Verhalten in Online-MMOs abzuschrecken. Die Industrie ändert ihre Haltung und wird langsam proaktiv, um Spiele und Spieler vor Angriffen zu schützen. Mit verbesserten Sicherheits-Tools und -Software sieht die Online-Videospiel-Industrie eine deutliche Veränderung, wie Sicherheit 2011 angegangen wird. Im vergangenen Jahr hat GamersFirst mehr als 300 private Server abgeschaltet und ein weltweites Team eingesetzt, um Anti-Hacking innerhalb des Unternehmens durchzusetzen. Obwohl es sehr schwierig ist, alle Online-Sicherheitsrisiken zu entfernen, werden diese verstärkten Maßnahmen zur Gefahrenabwehr helfen, ein sichereres Online-Erlebnis für alle Spieler zu schaffen.

Die digitale Verbreitung ist die neue Box – Mit den schwachen Ergebnissen, die 2010 viele Einzelhandelsgeschäfte zeigen, hat man begonnen, die Art der Verbreitung umzustellen. Mit dem Internet als prominenteste Kommunikationsmethode gehört die physische Verbreitung zur Vergangenheit. Im nächsten Jahr (2011) wird die Videospiele-Industrie die digitalen Distribution vermehrt annehmen; es erlaubt Unternehmen einen schnelleren Zugang zu Spielern und bietet die Möglichkeit für neue Marketing-Methoden, einschließlich der Nutzung von sozialen Netzwerken.

Demokratisierung von Online-Spielen – Mit neuen Publisher Startups und kleinen unabhängigen Entwicklungsstudios, die plötzlich auf der ganzen Welt auftauchen, bekommt der Spieler mehr Möglichkeiten (oder mehr Verwirrung) als je zuvor. Nischen-Spiele werden immer beliebter. Blockbuster Online-Spiele wird es wie Sand am Meer geben, sodass es für Spiele-Publisher sehr entscheidend ist, starke Titel für 2011 zu wählen. Die Größe eines Publishers wird zunehmend irrelevant für den Erfolg des Spiels.

Retro-Kalender 2011 mit Kultkonsolen

Abgelegt im Kapitel Allgemein | Kommentare deaktiviert 

Seit der ersten Spielkonsole 1972 sind Hunderte von Spielkonsolen und Heimcomputer erscheinen. Einige der bemerkenswertesten sind Thema des Retro-Kalenders 2011.

Die Motive für den Wandkalender entstanden in enger Abstimmung mit dem Sammler René Meyer (Autor dieses Blogs). Aus dem Fundus seines Haus der Computerspiele, das regelmäßig auf Veranstaltungen wie der Gamescom ausstellt, stammen auch die Exponate, die Sebastian Bach abgelichtet hat.

Zu sehen sind etwa das Kultgerät Vectrex von MB mit integriertem Bildschirm, den erst aufgelegte Folien farbig machten. Der glücklose Jaguar, der für das Aus von Atari als Hersteller von Hardware sorgte. Saba Videoplay, die erste Konsole mit nachkaufbaren Spielmodulen. Das skurrile Telstar Arcade mit Lenkrad und Lichtpistole. KC compact, der letzte Heimcomputer der DDR. Die ganze Liste:

  • Mattel Aquarius
  • Saba VideoPlay
  • Atari Jaguar
  • CBS ColecoVision
  • Sega GameGear/Nomad
  • KC compact
  • Coleco Testar Arcade
  • Commodore Plus/4
  • Sony Hit Bit HB-75
  • Game&Watch-Geräte von Nintendo
  • Sharp MZ-80A
  • MB Vectrex

Jede Kalenderseite im Format A3 enthält ein großes Foto, mehrere Abbildungen von Spielen und ein Datenblatt. Verlegt wird der Kalender vom CSW-Verlag, der auch die Zeitschrift Retro herausgibt. Er kann für 15 Euro (plus 3 Euro Versand) beim Verlag bestellt werden. Weitere Abbildungen gibt es hier.




Neuer Kalender mit Retrospielen

Abgelegt im Kapitel Allgemein | Kommentare deaktiviert 

Bereits zum dritten Mal in Folge veröffentlicht Christian Wirsig einen Wandkalender mit historischen Computerspielen für Commodore 64, Amstrad CPC und den Amiga.

Zwölf A3-Seiten stellen je ein Spiel mit einem großen Screenshot, mehreren kleineren Abbildungen und einer Beschreibung vor.

Die Auswahl konzentriert sich auf die zweite Hälfte der achtziger Jahre. Viele der Klassiker wie “Silent Service” oder “Elvira” gab es auch in der DOS-Version für den PC.

Alle Titel auf einen Blick:

  • Silent Service
  • Katakis
  • Paradroid/Paradroid 90
  • Afterburner
  • Ports Of Call
  • International Karate
  • Mad TV
  • James Pond
  • The Kristal
  • Battle Chess
  • Elvira – Mistress of the Dark
  • Boulder Dash

Der Kalender ist für 17 Euro unter anderem bei Vesalia oder Amazon erhältlich.

10 Jahre Spiele programmieren mit Blitz Basic

Abgelegt im Kapitel Allgemein | Kommentare deaktiviert 

Es war einmal ein starkes Gefühl: In jenen Zeiten, als flatternde Banner und blinzelnde Smileys noch nicht erfunden waren, als niemand in Fenster hineinblickte, weil nichts aus Windows herausschaute, ging es gar nicht anders. Durch Programmierung erweckte der Computerfreund – recht simple – Grafiken zum Leben.

Sich dabei als Herr jedes einzelnen Pixels zu fühlen, war im Umgang mit dem Homecomputer allerdings auch ein leichtes Spiel. Nach dem Einschalten befand man sich sofort “im Basic”: Blinkend wartete der Cursor auf die Eingabe eines Befehls – und sonst tat sich rein gar nichts. Wer mehr wollte, war gezwungen, sich mit der weit verbreiteten Programmiersprache auseinander zu setzen. In deren Namen steht das B für Beginner. Dem wurde es recht einfach gemacht. Die etwas pfiffigeren Programmierer beklagten häufig die mangelnde Eleganz von Basic und die verzopften Wege der Codezeilen, mit denen man etwa befahl, es solle ein Kreuz von links nach rechts über den Bildschirm huschen.

Verglichen mit diesen Zuständen ist heute alles viel einfacher: Man schaltet den PC ein und schon fängt er an, munter zu telefonieren und einem Videos vorzuspielen. Weil eben alles so multimedial zugeht, ist Programmierung heute allerdings weitaus komplizierter. Die Entwickungsumgebungen sind Byte-Monster, die Dokumentationen umfassen Hunderte von Seiten. Und wer etwa ein Spiel entwickeln will, sollte sich zudem mit der Schnittstelle DirectX beschäftigen, die als Vermittler zur multimedialen Hardware dient.

Doch die Zeiten, in denen man bereits nach einer Stunde Selbststudium erste Abläufe zusammensetzen konnte, lassen sich zurückholen. Blitz Basic kümmert sich gar nicht um die Tücken der Windows-Welt wie Fensterverwaltung, Menüpunkte oder Objektorientierung, sondern gibt dem Hobbydesigner einen schwarzen Bildschirm, der sich nach Belieben mit Interaktion füllen lässt. Innerhalb eines Tages kann ein Anfänger einfache Textspielchen entwerfen, innerhalb einiger Wochen ein ganzes Projekt im Stil von „Pac-Man“ umsetzen.

Blitz Basic ist eine Programmiersprache, die für das Schreiben von Spielen entwickelt wurde. Besonders reichhaltig sind die Möglichkeiten, mit Bilddateien und Klängen zu jonglieren. Der Interaktivität dienen Funktionen, um Tastatur, Maus und Joystick abzufragen. Dateibefehle erlauben es zum Beispiel, den Spielstand abzuspeichern, während Zeichenkettenbefehle etwa helfen, eine Spielwelt in einer kompakten Datei unterzubringen oder aus Namen eine Bestenliste zu erzeugen. Ohne besonderen Aufwand lässt sich der Kontakt zu verbundenen PCs aufbauen, um sich Daten gegenseitig zuzusenden.

Allerdings: Programmieren allein reicht nicht, um ein gutes Spiel zu entwickeln. Eine Idee sollte man schon haben, um daraus ein Konzept zu entwickeln, das als Gerüst mit Grafik und Tönen gefüllt werden muss. Wohl lassen sich die Ton- und Bildschnipsel der mitgelieferten Beispielprogramme nutzen, doch wer eigene Ideen umsetzen will, kommt nicht umhin, auch den Umgang mit einem Grafikprogramm zu erlernen, um Hintergrundbilder und Figuren zu gestalten – oder jemanden zu finden, der diese Arbeit übernimmt.

Blitz Basic ist ursprünglich eine Entwicklung für den Commodore Amiga. Seit Mitte der 80er Jahre, als für PCs noch Schwarz-Weiß-Monitore üblich waren und die Grafikkarten allenfalls 16 Farben unterstützten, bis Anfang der 90er Jahre war der Amiga der Traumrechner für alle Spiele-Freunde. Die Spiele, die damals auf dem Amiga erschienen, können sich heute, zehn Jahre später, mit Freeware für den PC durchaus messen. Blitz Basic ermöglichte, mit wenig Programmierkünsten Spiele für den Amiga zu entwerfen. Die schwindende Bedeutung des Commodore-Computers war für den neuseeländischen Entwickler Mark Sibly Anlass, eine PC-Version zu entwickeln. Sie erschien vor genau zehn Jahren, im Oktober 2000. Gefolgt von Blitz Basic 3D für 3D-Spiele, Blitz Plus mit Elementen für graphische Bedienoberflächen und dem Nachfolger Blitz Max, mit dem Spiele für Windows, Mac und Linux gleichermaßen möglich sind.




Spielemusik-CD “Symphonic Fantasies”

Abgelegt im Kapitel Allgemein | Kommentare deaktiviert 

Niemand als Thomas Böcker hat mehr dazu beitragen, Spielemusik in die Gesellschaft zu transportieren. Er ist die treibende Kraft hinter den Eröffnungskonzerten der Games Convention im Leipziger Gewandhaus, gefolgt von zahlreichen Konzerten weltweit, die er teilweise als Produzent, teilweise als Berater begleitete.

Sein Projekt Merregnon vereint nicht nur zahlreiche Komponisten auf einer CD. Es ist Vorreiter für orchestrale Spielemusik und errang auch in Japan Aufmerksamkeit.

Böckers Liebe gilt dem reich besetzten Instrumenten-Ensemble. Während Spielemusik vielfach aus dem Synthesizer kommt, setzt er sogar 8-Bit-Melodien von Heimcomputern für ein ganzes Orchester um. Dazu werden die Rhythmen angereichert durch Streicher, Bläser, Schlagwerk und sogar Chöre.

Die Zusammenarbeit mit dem WDR führte 2008 zu “Symphonic Shades”, einem Symphoniekonzert ganz mit der Musik des bekanntesten deutschen Komponisten für Spielemusik, Chris Hülsbeck. Es war innerhalb weniger Tage ausverkauft, so daß für den gleichen Tag eine Wiederholung angesetzt wurde. “Symphonic Shades” war nicht nur das erste Spielemusikkonzert, das live im Radio übertragen wurde. Ende 2008 erschien es auch auf CD.

Gewissermaßen als Nachfolger wurde im September 2009 das Konzert “Symphonic Fantasies” aufgeführt. Es widmet sich den beliebten Spieleserien des japanischen Entwicklers Square (heute: Square-Enix): allen voran Final Fantasy, gefolgt von Chrono Trigger, Chrono Cross und Kingdom Hearts.

Anders als bisher, wurden keine einzelnen Stücke präsentiert. In Zusammenarbeit mit den Komponisten wurden ausgewählte Titel zu vier Suiten von jeweils einer Viertelstunde arrangiert. Das Konzert wurde wieder parallel im Radio übertragen und konnte – als erstes Spielemusik-Konzert – per Live-Stream verfolgt werden.

Mit reichlicher Verspätung ist nun die CD des Konzerts erschienen. Die eingängigen und mit viel Phantasie umgesetzten Melodien setzen keine Kenntnis der Originaltitel voraus, um zu erfreuen.

Einer der Künstler, der Pianist Benyamin Nuss, veröffentlichte parallel eine CD mit Spielemusik als Klavier-Solo und tourt damit gerade durch Deutschland, darunter nach Leipzig.

Die Serie wird fortgesetzt durch “Symphonic Legends”, das heute, am 23. September 2010, in Köln aufgeführt wird und sich ganz dem musikalischen Werk Nintendos widmet. Es kann live im Radio und im Internet mitgehört werden.

Leipzig: 10. Elstercon

Abgelegt im Kapitel Allgemein | Kommentare deaktiviert 

Am Wochenende vom 17. bis zum 19. September 2010 findet zum zehnten Mal in Leipzig der Elstercon statt. Das Festival für fantastische Literatur bietet Vorträge, Lesungen und Diskussionen zu den Gebieten Science Fiction, Fantasy und Horror. Daneben gibt es einen großen Buchmarkt und Stände von Verlagen.

Zu Gast sind zahlreiche Autoren aus dem In- und Ausland, darunter Greg Bear, Kristine Kathryn Rusch, Christian von Aster, Boris Koch, Thor Kunkel und Karlheinz Steinmüller.

Teil des Programms sind die Jahres­versammlung des größten deutschen Science-Fiction-Vereins sowie die Verleihungen der beiden bedeutendsten Preise für Science-Fiction-Literatur. Einer der Preisträger dieses Jahr ist der Leipziger Karsten Kruschel für seinen Roman “Vilm”.

Für den Veranstalter, den Freundeskreis Science Fiction Leipzig, ist der 10. Elstercon ein doppeltes Jubiläum: Der Verein wurde vor 25 Jahren gegründet. Zu diesem Anlaß hat er den ersten Teil seiner Chronik veröffentlicht, ein mehr als 700 Seiten starkes Mammutwerk mit vielen Originaldokumenten und Fotos aus der DDR-Zeit und den ersten Jahren nach der Wende.

Der Eintrittspreis für alle drei Tage beträgt 35 Euro; wer nur an ausgewählten Veranstaltungen teilnehmen will, kann Einzeltickets für 3 Euro erwerben.




Spiele für das iPad

Abgelegt im Kapitel Allgemein | Kommentare deaktiviert 

In den vergangenen Jahren haben sich iPhone und iPod Touch zu einer gefragten Plattform für mobile Spiele entwickelt. Die meisten der Spiele laufen ohne weitere Anpassung auch auf dem iPad. Freilich befriedigen weder das Darstellen im kleinen Fenster, noch das Zoomen zu einem grobkörnigen Vollbild. Doch Tag für Tag erscheinen speziell an das iPad zugeschnittene Versionen und Umsetzungen von anderen Systemen, wie dem PC oder stationären Konsolen.

Bereits zum Start des iPads waren unzählige Spiele im Angebot. Wie beim iPhone gibt es ein Preisgefüge von kostenlos über 79 Cent bis zu einigen Euro. Manches iPad-Spiel überschreitet sogar die 10-Euro-Grenze. Doch das lohnt sich oft. Denn einerseits sind Spiele für das Nintendo DS und die PlayStation Portable oft erheblich teurer. Und andererseits ist das iPad die beste Plattform für mobiles Spielen: Sie bietet einen erheblich größeren Bildschirm als bisherige Handheld-Konsolen. Und mit 1024 Punkten genügend Raum für komplexe Darstellung, die man vom PC gewohnt ist. Der Touchscreen eignet sich für die meisten Genres. Für raffinierte Spielideen gibt es den Neigungssensor. Letztendlich ist das iPad die einzige Plattform, die Spiele wahlweise im Breit- oder Hochformat ermöglicht. Dank der schnellen Internet-Anbindung gibt es eine Reihe von Onlinespielen.

Der Grad der Anpassung an die Möglichkeiten des Geräts ist unterschiedlich. Im einfachsten Fall, etwa dem zwanzig Jahre alten Klassiker „Prince of Persia“ (79 Cent), sind nur vier Steuertasten aufgemalt. Das ist eher kniffliger zu steuern als mit einer PC-Tastatur. Die Stärke des iPads liegt in Geschicklichkeitsspielen, die sonst rein mit der Maus bedient werden. Tadellos ist die Umsetzung des Verkaufsschlagers „Plants vs. Zombies“ (7,99 Euro), der gegenüber dem PC-Original sogar eine höhere Auflösung und Extras wie zusätzliche Minispiele bietet. In dem auch für Kinder geeigneten Spiel muss ein Garten gegen anrückende Untoten-Horden verteidigt werden – mit einer Armee aus Sonnenblumen und Erbsenkanonen. In „Labyrinth 2 HD“ (Lite-Version gratis) und „Super Monkey Ball 2“ (5,99 Euro) wird eine Kugel durch Schwenken des Gerätes navigiert.

Auch Spielhallenhallen-Klassiker sind ideal für das iPad, zumal hier das Hochkantformat zum Tragen kommt. In „Flipper HD“ (2,39 Euro) wischt der Finger über den Bildschirm, um die Spannfeder zurückzuziehen – schon schnippst der Ball los. Um die Flipperhebel zu bedienen, tippt man irgendwo auf den Bildschirm. Ballspiele wie „Air Hockey“ (gratis) lassen sich zu zweit spielen; das Kartenspiel „Uno“ (3,99 Euro) gar zu viert – ein weiterer Vorteil des großen Bildschirms.

Doch mit raschen Geschicklichkeitsspielen ist das iPad unterfordert. Eine der bisher gelungensten Umsetzungen ist das Actionspiel „Mirror’s Edge“ (11,49 Euro), das durch den Verzicht auf die dritte Dimension sogar besser wurde: Von links nach rechts zu laufen ist einfacher, wenn es keine räumliche Tiefe gibt. Und so wischt man nach oben, um zu springen – oder presst auf den Schirm, um zu stoppen. Der Trick: Die zu steuernde Heldin bewegt sich von allein; der Finger zeigt ihr nur, wo es lang geht. Eine ähnliche Anpassung nahm Electronic Arts an der Version seiner Rennspielserie „Need for Speed“ (11,49 Euro) vor. Das ganze iPad dient als Lenkrad und wird bei einer Kurve oder zum Ausweichen nach links oder rechts gedreht. Um sich daran zu gewöhnen, gibt es abschaltbare Fahrhilfen wie ein automatisches Gaspedal.

Einen der ersten Versuche, Ballerspiele umzusetzen, die normalerweise mit Maus und Tastatur gesteuert werden, zeigt „N.O.V.A.“ (5,49 Euro). Ein Tutorial macht damit vertraut, wie man sich gleichzeitig umschaut, bewegt und eine Waffe abfeuert. Das ist gewöhnungsdürftig. Gemächlicher zu geht es bei Tüftel-Abenteuern wie „Baphomets Fluch“ (5,99 Euro), bei denen Gegenstände gefunden und geschickt kombiniert werden müssen, um die Geschichte voranzutreiben.

Um im riesigen App Store aufzufallen, gibt es immer wieder Aktionspreise. Die Anwendung App Deals listet gesenkte oder derzeit gratis angebotene Spiele (und anderes) auf. Allerdings handelt es sich teilweise um abgespeckte Testversionen; mitunter werden virtuelle Güter innerhalb des Spiels für echtes Geld angeboten.


30 Jahre Pac-Man

Abgelegt im Kapitel Allgemein | Kommentare deaktiviert 

Als der nicht mal fünfundzwanzigjährige Japaner Toru Iwatani ein Spiel über das Essen ertüfteln wollte, kam ihm die entscheidene Idee beim Anblick der vor ihm liegenden Pizza. Ihr fehlte ein Tortenstück. Die Silhouette von Pac-Man war geboren. Der gelbe Smiley muß pro Level 240 Punkte auffressen und sich dabei vor vier Geistern vorsehen. Bei einer Energiepille wendet sich das Blatt: Nun kann er kurze Zeit seine Häscher jagen.

Das fesselte jeden. Rasch wurde Pac-Man zum ersten Pop-Star des Videospiels, der auf Zeitschriften-Covers erschien, auf Tassen abgedruckt wurde, Titel für Schallplatten lieferte und sogar eine eigene TV-Serie bekam.

In Japan erschien das Spiel unter dem Namen „Puck Man”. Erst in der US-Version erhielt es den heute vertrauten Namen. Denn Hersteller Namco konnte sich ausmalen, wie schnell übermütige Jugendliche das P auf dem Automatengehäuse zu einem F kratzen würden.

iPad ist die Zukunft

Abgelegt im Kapitel Allgemein | Kommentare deaktiviert 

iPad ist das dritte Gerät. Kein Desktop-PC, kein Notebook. Es ist ein zusätzliches Angebot, kein Ersatz. Es ist kein Gerät zum Produzieren, sondern zum Konsumieren.

Es ist die Surf- und Medienmaschine, die immer bereit auf dem Küchentisch liegen wird, auf dem Sofa. Die man in die Tasche steckt, wenn man mit der Bahn fährt. Die man mit zur Oma nimmt, um Urlaubsfotos zu zeigen. Die man zum Kunden für eine Präsentation nimmt.

Es ist ein wichtiger Schritt, Computer noch weiter in unser Leben zu bringen. Weil es so leicht bedienbar und intuitiv ist. Weil es ein geschlossenes System ist. Die Fingerbedienung ändert die Art, wie wir Computer bedienen, wie wir durch Webseiten und elektronische Dokumente navigieren. Und es bringt neue Möglichkeiten des Spielens mit sich.

← Vorige SeiteNächste Seite →