Oct
30
Halle: Spiele-Ausstellung “Schöpfung digital”
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Bis zum 29. November 2009 ist im Kunstforum Halle die Ausstellung “Schöpfung digital” zu sehen. Zahlreiche Exponate auf zwei Etagen machen vierzig Jahre Spielegeschichte greifbar.

Mit den Themenbereichen „Leveldesign“, „Grafik und Animation“, „Komposition“ sowie „Story und Charakter“beleuchtet die Schau dabei an ausgewählten Computerspielen die historische Entwicklung von Hard- undSoftware, gleichzeitig aber auch die künstlerische Komponente der Spiele. Anhand von Branchengrößen wie Timm Schwank (Lead-Designer: „Ankh“, „Venetica“) oder Bill Tiller (Zeichner: „The Curse of MonkeyIsland“, „A Vampyre Story“) wird deutlich gemacht, dass die Entwicklung von Spielen sowohl kreative alsauch künstlerische Leistung erfordert. Langjährige Verkaufsschlager und deren Neuauflagen spiegeln die rasante Entwicklung der Branche ebenso wider wie Innovationen aus den Bereichen Grafik, Sound und Story.
Passend zu unserem Jahresthema ,SpielKULTuren‘ können Klassiker wie „Pong“ und „Pac-Man“ aus den 70er bzw. 80er Jahren oder bekannte Spiele wie „Super Mario Kart“ und „Rez“ ausprobiert werden – und das auf originaler Hardware. An den traditionellen Spielautomaten können bis zu vier Spieler gleichzeitig gegeneinander antreten.

An der Ausstellung wirkten der Journalist Frank Magdans, das Computerspielemuseum Berlin, der RetroGames e.V., der Spiele-Entwickler Radon Labs und der Sammler René Meyer (Betreiber dieses Blogs) mit.

Oct
11
Leipzig: Barcamp und Podiumsdiskussion über Kreativwirtschaft
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Am Samstag, dem 17. Okober 2009, findet ab 14 Uhr im Leipziger Kaufhaus Josephkonsum die Podiumsdiskussion “Leipzigs Kreative – Überleben in der Null-Euro-Wirtschaft” statt.
Vertreter der Leipziger Kreativwirtschaft und des Amtes für Wirtschaftsförderung erörtern Chancen für die Stadt und ihre Kreativszene, zu der die Spielebranche gehört.
Die Veranstaltung ist Teil des FreelanceCamps Leipzig, das bereits um 9 Uhr beginnt. Der Eintritt ist frei; anschließend gibt es ein Netzwerk-Treffen bei Wein, Baguette und Käse.

“Das Web 2.0 setzt global Kreativität frei. Jeder kann Anbieter digitaler Dienste sein, ob in Leipzig oder Bangalore. Zudem sind immer mehr Werke und Leistungen kostenlos verfügbar. Open Source bringt Software gratis ins Netz, darunter selbst hoch professionelle Anwendungen. Tausende Grafik- oder Logodesigns werden online sehr preisgünstig oder umsonst angeboten, ebenso wie Musik, Spiele, Filme und nicht zuletzt Texte. Dieser Wettbewerb setzt herkömmliche Produzenten unter Druck. Wie sollen Softwareprogrammierer oder Grafiker unter diesen Voraussetzungen künftig überleben? Diese Frage verbindet sie mit Fotografen, Spieleentwicklern, Musikern und Autoren, Textern sowie Journalisten.
Zusätzlich haben sich die klassischen Verteilstrukturen in Medien- und Kreativwirtschaft massiv verändert. Der Umbruch, angestoßen in der Musikindustrie, hat längst auch die Film- und Verlagsbranche ergriffen und schwappt inzwischen auf andere Geschäftszweige über.
Neue Zeiten brauchen neue Ideen. Während Verleger, Musik- und Filmindustrie unisono jammern, suchen Leipzigs Kreative neue Verdienstmöglichkeiten in der digitalen Kultur. Denn diese birgt vielfältige Möglichkeiten und Chancen. Stichworte sind Nischen, die sich zu globalen Märkten entwickeln, Bezahlinhalte für Spezialinteressen, CoWorking-Modelle für moderne Selbstständigkeit.”
