Berlin: Diskussionsrunde über Computerspiele

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Am Dienstag, dem 10. Juli 2007, findet ab 19.30 Uhr im Berliner Filmmuseum auf dem Potsdamer Platz das Zukunftsgespräch “Entwicklungsland Berlin – neue Perspektiven mit Computerspielen?” statt. Eingeladen sind Vertreter der Games Academy, des G.A.M.E.-Verbandes, der Metaversum GmbH und des Senats Berlin. Interessierte Zuhörer sind zur Teilnahme eingeladen; der Eintritt ist frei.

“Vom Wissensquiz über Egoshooter bis zu komplexen Strategiespielen haben Computer-, Video- und Internetspiele einen weltweiten Siegeszug angetreten. Und sind zu einem handfesten Wirtschafts-faktor geworden – auch in Berlin. Denn zahlreiche Unternehmen, Netzwerke und sogar die Games-Academy haben hier ihren Sitz. Computergames sind also nicht nur ein Spiel, sondern aus wirtschaftlicher, pädagogischer und gesellschaftlicher ein ernstzunehmendes Thema.”

Auf das öffentlich geäußerte Ansinnen der hessischen Landesregierung, die Games Convention nach Frankfurt zu holen, reagiert die Leipziger Messe mit einem Statement gegenüber heise.de.

“Die Abwerbeversuche werden alle scheitern und sind im Übrigen nicht neu. Fast jeder Messestandort in Deutschland hat versucht, die Industrie an sich zu binden”, sagte Messechef Wolfgang Marzin dazu am Mittwoch. Alle Versuche würden scheitern, weil die GC ein Produkt der Leipziger Messe sei und ihr gehöre. Die Branche stehe voll und ganz zur Leipziger Messe. Es gibt keine Notwendigkeit für die Branche, zu wechseln. “Wir wissen von der Branche, dass das jetzige Konzept das einzig tragbare ist für die GC und das gehört Leipzig”. Er sei überzeugt, dass der Ende 2008 auslaufende Vertrag mit dem BIU fortgeschrieben werde, sagte Marzin.”

TV-Show mit Computerspielen geplant

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Holm Dressler, der bereits 1977 zusammen mit Thomas Gottschalk die ARD-Show “Telespiele” gestaltete, arbeitet seit längerem an einer neuen TV-Sendung mit Computerspielen. Das Konzept für “Die große Cyber-Game-Show”:

“Mehrteilige Abendshow für RTL, in der Prominente gegeneinander in Computerspielen antreten, in denen sie mit bestimmten Körperbewegungen und Aktionen den Spielverlauf beeinflussen können.”

Der Branchendienst Kress konkretisiert:

“Die Mitspieler sollen ausholen, treten, im Cockpit lenken und steuern. Voller Körpereinsatz ist gefragt – Nintendos Wii lässt grüßen. Die Dynamik und die phänomenale Grafik der Games soll mit Studio-Aktion gepaart werden. Neue Techniken wie “HoloVision”, die verblüffend echt aussehende virtuelle 3-D-Abbilder ermöglicht, sind fest eingeplant, Branchen-Größen wie Electronic Arts, Microsoft, Nintendo und Sony Deutschland bei Entwicklung und Produktion mit im Boot.”

In einer (älteren) Ausgabe des EA-Magazins wurde Dressler ausführlich zu seinen Plänen interviewt.

Eine solche Sendung könnte dabei helfen, das Image und die Akzeptanz von Spielen zu erhöhen. Ob die Show aber tatsächlich auf Sendung geht, ist noch offen.

arte: Dokumentarfilm über Vivendi Universal

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Heute, am 4. Juli 2007, strahlt arte ab 14.45 Uhr den anderthalbstündigen Dokumentarfilm “Vivendi Universal” aus. Der Konzern ist Spielern bestens unter seiner Marke “Sierra” bekannt, einem der ersten Spielehersteller.

“Edgar Bronfman Jr. und Jean-Marie Messier sind die Gründer eines der größten Medienkonzerne der Welt. Das Unternehmen musste 2002 mit über 23 Milliarden Euro einen Rekordverlust hinnehmen – der höchste Verlust, den ein französisches Unternehmen bis zu diesem Zeitpunkt zu verkraften hatte. Mit Hilfe von Archivmaterial und Berichten aus erster Hand beschreibt der Dokumentarfilm Aufstieg und Fall von Vivendi Universal.”

Studiengang Game Design in Schwerin

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Die private Design Schule Schwerin startet im September den Studiengang Game Design. Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 16 Jahren, künstlerische Begabung, ein Realschulabschluß – und das Zahlen eines monatlichen Schulgeldes von 590 Euro. Allerdings kann Schüler-BAFöG beantragt werden, das nach Ausbildungsabschluß nicht zurückgezahlt werden muß. Bisher sind rund 160 Studenten in den Richtungen Graphik-Design und Mode-Design eingeschrieben.

“Die Studierenden werden in sechs Semestern umfassend auf das Berufsleben vorbereitet. Neben einer allgemeinbildenden Ausbildung, die Fächer wie Deutsch, Philosophie, Sozialkunde und Fremdsprachen umfasst, stehen theoretische und praktische Grundlagen für Game-Design auf dem Stundenplan. Das Studium ist in drei Lehrbereiche gegliedert: Game-Artistik, Game-Animation und Game-3D-Programmierung. Die praktische Ausbildung beinhaltet unter anderem analoge und digitale Gestaltungstechniken, typografisches Arbeiten sowie den Umgang mit Game-Engines. In Praktika können frühzeitig Kontakte zu späteren Arbeitgebern aufgebaut werden.”

Seit 2003 wird die Games Convention durch ein zauberhaftes Spielemusik-Konzert eröffnet, im Gewandhaus, der Leipziger Konzerthalle. Einen Wermutstropfen hatte die Veranstaltung bisher: Die teilweise ewig dauernden Reden von Politikern unterbrachen den Hörgenuß.

In diesem Jahr wird der offizielle Teil vom Konzert getrennt. Während am 22. August 2007 durch das Gewandhaus filigrane Klänge schweben, findet zeitgleich im Messe-Glashaus vor hunderten geladenen Gästen die eigentliche Eröffnung statt.

Dadurch gibt es nicht nur ein Konzert ohne größere Unterbrechungen – es dauert dieses Jahr auch rund dreißig Minuten länger. Und es sind, anders als in den Vorjahren, noch Karten übrig, wenngleich zu deutlich höheren Preisen als bisher.

Thomas Böcker, der Organisator des Konzerts, freut sich: “Noch nie zuvor hatten wir so viele Solisten von Weltrang. Außerdem werden zahlreiche Komponisten vor Ort sein – ein Mekka für Autogrammjäger.”

Titelliste (Auswahl):

  • StarCraft
  • Final Fantasy XI (mit Izumi Masuda)
  • New Super Mario Bros. (arrangiert von Yuzo Koshiro)
  • Ragnarok 2 (mit Josef Kruse)
  • Stranglehold (mit Conny Kollet)
  • Metal Gear Solid 3: Snake Eater (mit Rony Barrak)
  • Secret of Mana
  • The Abbey
  • Turrican 2
  • Die Siedler II – Die nächste Generation (orchestriert von Shiro Hamaguchi)
  • C64-Medley (z. B. Last Ninja, Great Giana Sisters, Forbidden Forest etc.)
  • Amiga-Medley (z. B. Alienbreed, Lionheart, Pinball Fantasies etc.)
  • SaGa Frontier 2
  • Musashi: Samurai Legend

Solisten:

  • Izumi Masuda – Opernsängerin aus Japan
  • Rony Barrak – Percussion-Künstler aus dem Libanon
  • Conny Kollet – Sängerin aus Deutschland
  • Jaromir Klepac – Pianist aus Tschechien
  • Daniela Kosinova – Organistin aus Tschechien
  • Josef Krusek – Knabensopran aus Tschechien

Crashkurs für Web 2.0

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Der Fachbuchverlag O’Reilly bietet eine 42seitige Broschüre über Web 2.0 zum Download an. Themen sind Plattformen wie Second Life, Podcasts, soziale Netzwerke – und die Programmiertechniken, die dahinterstecken.

“In dieser Broschüre möchten wir einige der neuen Entwicklungen des Webs vorstellen. Web 2.0 ist eher Evolution denn Revolution – nämlich die des Webs und seiner Nutzer. 40 Millionen Deutsche nutzen regelmäßig das Internet, und mit Breitbandverbindungen immer länger und häufiger. Doch nicht nur die Dauer, auch das Verhalten der Nutzer hat sich geändert, denn immer mehr Webangebote laden zum Mitmachen ein. Und je mehr mitmachen, desto besser wird das Web. »Nutzer generieren Mehrwert«, nennt Tim O’Reilly das. Und alle profitieren gegenseitig von ihrem gemeinsamen Wissen und ihren Erfahrungen. Doch während manche Webanhänger schon genervt nach einem neuen Namen für das Web 2.0 rufen, wissen gerade einmal ein Drittel der Websurfer, was sich genau dahinter verbirgt. Weiterentwicklung jedoch ist nur durch kritische Nutzer möglich, die eigene Ideen einbringen.”

Die Autorin Corina Lange setzte die (schon länger erhältliche und eben aktualisierte) Broschüre als Diplomarbeit im Fach Technikjournalismus um. Das Dokument ist Teil eines größeren Specials zum Thema.

Auf verschiedenen Websites wird wieder spekuliert, die Games Convention könnte nächstes Jahr an einen anderen Ort umziehen, etwa Frankfurt oder Köln.

Solche Diskussionen gibt es schon seit Jahren. Nachdem die Spielebranche nach der in den 90er Jahren gescheiterten Kölner Spielemesse “Computer” lange nach einer neuen Heimat suchte, fand sie erst in Leipzig eine Messegesellschaft, die ihren Vorstellungen weit genug entgegenkam. Nun buhlen andere Städte um die sehr erfolgreiche Publikumsmesse, mit schlagkräftigen Argumenten: Leipzig ist schlecht international erreichbar, hat zu wenig Luxushotels und ein zu kleines Einzugsgebiet. Nährstoff geben einige Publisher, deren strategische Entscheidungen häufig gar nicht in Deutschland getroffen werden.

Ein Umzug der GC wäre alles andere als unproblematisch. Die Veranstaltung ist fest in Leipzig verankert, mit seinem modernen Messegelände, dem Spielemusikkonzert im Gewandhaus, dem neu eingerichteten Freizeitgelände GC freestyle und dem Fernost-Ableger GC Asia, der im September erstmals in Singapur stattfindet.

Games Convention ist aber nicht nur ein Produkt der Leipziger Messe, sondern als Marke rechtlich geschützt. Sollte sich die Branche für eine andere Stadt entscheiden, müsste sie einen neuen Namen wählen. Im schlimmsten Fall käme es zu zwei konkurrierenden Veranstaltungen.

Ein Standortwechsel würde erheblich höhere Kosten verursachen, da in Leipzig Übernachtungen und Standmieten günstiger sind als in den Messestädten im Westen. Da die Stände bereits im Vorjahr völlig überfüllt waren, müssten für eine Spielemesse in einem größeren Einzugsgebiet größere Stände gebucht, mehr Displays aufgestellt und mehr Personal eingestellt werden.

Mancher Spielehersteller träumt daher von einer reinen Fachbesuchermesse ohne Publikumsverkehr. So oder so hat der Verband der großen Publisher, der BIU, bis einschließlich 2008 einen Vertrag mit der Leipziger Messe.

Shakes & Fidget: Comics aus der Warcraft-Welt

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Shakes & Fidget ist eine Comic-Serie der beiden Berliner Oskar Pannier und Marvin Clifford, die typische Situationen in “World of Warcraft” aufs Korn nimmt.

Neben mehreren Dutzend Web-Episoden sind die Abenteuer eines Gnom-Magiers und eines Menschen-Kriegers als Sonderheft der Zeitschrift PC Games erschienen.

GC freestyle: Games Convention mit Festival und Zeltplatz

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Jüngeren Besuchern der Games Convention bereitete die Frage nach der Unterkunft Kopfzerbrechen. Hotels und Pensionen sind teuer – und waren ohnehin ausgebucht. Die in den Vorjahren immer wieder aufkommende Frage nach Zeltmöglichkeiten in der Nähe der GC wurde auf eine hübsche Weise gelöst, die zugleich die Games Convention noch enger an Leipzig bindet:

“Erstmals wird in diesem Jahr die Unterhaltung nicht zu Ende sein, sobald die GC-Tore schließen. Denn die Leipziger Messe hat ein 20.000 m2 großes Areal klargemacht, wo Du nach der Messe zelten, chillen und abrocken kannst. Das Ganze nennt sich GC freestyle und ist ein komplettes Festival, welches vom 22. bis 26. August 2007 immer nach der GC Dein Anlaufpunkt Nr. 1 sein wird.”

GC freestyle ist in vier Bereiche unterteilt: einen Zeltplatz mit Duschen und Toiletten, ein Open-Air-Festival mit Rock- und Popkonzerten, einen Entspannungsbereich mit großem Pool und Liegestützen und einen Funsportbereich für Volleyball und anderes.

Eine Dauerkarte für bis zu vier Übernachtungen auf dem Campingplatz, Eintritt zur Games Convention, sämtliche Angebote von GC freestyle inklusive Konzerten und Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr kostet 130 Euro; eine Tageskarte 43 Euro. (Eine Dauerkarte für die Messe allein kostet 29,50 Euro.)

Das Areal ist zehn Gehminuten von der Straßenbahnlinie 16 entfernt, die direkt zum Messegelände fährt. Der Zeltplatz kann ab 16 Jahren genutzt werden, sofern die Reservierung von einem Erziehungsberechtigten vorgenommen wird. Wer jünger als 16 Jahre ist, benötigt zudem eine erziehungsberechtigte Begleitperson. Tiere sind nicht gestattet; WLAN und Strom gibt es nicht. Zelte können vor Ort ausgeliehen werden.

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