Werbe-Trends der Zukunft

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Künftig ist das Internet überall. Der Kühlschrank bestellt (wie in dem Schwarzenegger-Thriller “The 6th Day”) selbständig Milch; der Drucker ordert Tinte nach. PC, Handy, Fernseher und Stereoanlage greifen online auf neue Inhalte zu. Während die Technologie häufig aus Japan stammt, entwickelt sich erst durch die Umsetzung in den USA ein Trend daraus, schreibt das Fachmagazin w&v.

Durch werbefinanzierte Videos für Handys sollen Nutzer kostenlos an Nachrichten, Comedy und Filme gelangen.

Künftig sollen sich Produkte bestellen lassen, indem in Filmen gezeigte Gegenstände wie Kleidung und Fahrzeuge einfach angeklickt werden. Die US-Firma GET Interactive hat für kontextsensitives Videoshopping eine Technologie entwickelt und verhandelt mit Inhaltsanbietern und Werbern über deren Umsetzung. Auf absehbare Zeit wird der Direktzugriff auf Inhalte aus Videos jedoch nur für interaktive, onlinetaugliche Geräte wie PC, Handy und iPod möglich sein, nicht für den Fernseher.

Das Mitmach-Internet Web 2.0 mit seinen Communitys und Blogs bietet den passenden Nährboden für neue Werbeformen. Bei Engagement Marketing ist die Marke nur Teil umfassender Inhalte, an denen sich Nutzer zum Beispiel durch Votings und eigene Videos beteiligen können. So fordert Adidas auf, auf Plattformen wie MySpace eigene Höchstleistungen durch Videos, Bilder und Songs zu dokumentieren.

Die intelligente Printanzeige wird noch eine Weile dauern. Bis dahin behilft man sich mit aufgedruckten briefmarkengroßen Punktrastern, den Quick Response Codes. Sie werden mit dem Handy photographiert, decodiert und offenbaren weiterführende Informationen wie Weblinks, über die sich auch Bonusinhalte wie Videos übermitteln lassen. Hierzulande beschäftigt sich unter anderem die Hallenser Firma Logocode damit.

Die US-Firma Intellifit stellt in Einkaufszentren Kabinen auf, in denen Kunden detailliert mit Radiowellen vermessen werden. Der Body-Scan wird online gespeichert und Partnershops zur Verfügung gestellt. Dadurch lassen sich Anproben reduzieren.

Micro-Blogs wie Twitter werden nicht mit längeren Kommentaren gefüllt, sondern mit kurzen SMS-langen Texten, in denen die Nutzer beispielsweise nur kurz schreiben, was sie im Moment tun. Medienkonzerne testen das neue Kommunikationsmittel, inwieweit sich damit Werbebotschaften übermitteln lassen, etwa durch Nachrichten-Links.

In Japan testen Werbetreibende mit Automatenherstellern Personal Sponsoring: Der Kunde entscheidet, ob er seinen Kaffee bezahlt oder sich stattdessen einen Werbespot ansieht.

Dank RSS-Feeds können Nutzer zunehmend erhaltene Informationen filtern und personalisieren. Der Webdienst Thoof unterstützt beim Liefern der Costumized News, indem er das Leseverhalten analysiert und die Inhalte ständig an die Interessen des Nutzers anpaßt.

AOL arbeitet an einem Verfahren namens Shortcuts, um die aus Zeitungen bekannten Rabatt-Coupons zu digitalisieren: Durch das Anklicken bestimmter Banner wird ein Rabattanspruch auf einem Kundenkonto notiert und später beim Einkauf automatisch abgezogen.

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