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N-Gage: Nokia versucht ein Comeback
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Zehn Jahre nach dem ersten Handyspiel “Snake” sind nicht nur die Bildschirme größer und farbig geworden. Mobiltelefone haben genügend Rechenkraft, um 3D-Spiele flüssig darzustellen.
Bereits 2003 stellte Nokia sein Spielkonsolen-Handy N-Gage vor – und scheiterte kläglich. Das Gerät meisterte weder die eine Aufgabe noch die andere meisterlich, war aber teurer als Game Boy und Mobiltelefon zusammen. Die Software lief im unpassenden Hochkant-Format, war nicht an die Bedürfnisse von Unterwegsspielern zugeschnitten und viel zu teuer.
Zur GC Asia startete Nokia ein Comeback. N-Gage steht nicht mehr für ein Gerät, sondern für eine Software-Schnittstelle, die künftig ausgewählten Nokia-Handys mitgeliefert wird und sich bei manchem Modell nachinstallieren läßt. Der neue Software-Katalog enthält schnell zugängliche Actiontitel wie Autorennen und Kampfsportspiele, die über ein Online-Portal ausprobiert und für einige Euro in ihrer Vollversion erworben werden können.
Wermutstropfen: Die Bedienung der Spiele über die Handytastatur ist bescheiden; den Mut für ein Modell mit speziellen Spieletasten hat Nokia nach dem N-Gage-Trauma noch nicht.
Vor allem Entwickler beobachten Nokias Aktivitäten mit großem Interesse, da sie einen herbeigesehnten Standard signalisieren. Die technischen Unterschiede zwischen Mobiltelefonen sind für sie eine Plage, die zeitraubende und kostenintensive Anpassungen erfordert. Die ideale Lösung wäre ein offener Standard, aber möglicherweise wird Nokia seine Technologie künftig an andere Handy-Hersteller lizenzieren.
