3sat: Doku über südkoreanischen Computerspieler

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3sat zeigt heute, am 4. Oktober 2007, um 21 Uhr den Dokumentarfilm “Hojun, das Wunderkind” – im Rahmen der Reihe “Fremde Kinder”. Thematisiert am Beispiel eines zehnjährigen Preisträgers wird die Computerspiele-Szene in Südkorea. Der Beitrag wird am 19. Oktober um 14 Uhr wiederholt.

“In seiner Welt ist der zehnjährige Hojun ein Champion: der diesjährige Gewinner des „National Grand Final“ im Computerspiel „Kart Rider“ und damit eines Preisgeldes von umgerechnet 16.000 Euro. Im normalen Leben wohnt Hojun im Ein-Zimmer-Appartement seiner Großmutter in der südkoreanischen Hafenstadt Gunsan. Sein Vater lebt ein paar Straßen weiter mit seiner neuen Freundin, die Mutter arbeitet in Seoul und sieht ihren Sohn nur noch selten. Nach der Schule holt sich Hojun schnell seine Computertastatur von zu Hause und verbringt den Rest des Nachmittags in einem Internetcafé zum Training, oft gemeinsam mit dem Vater, der ihn professionell coacht. Wenn Hojun abends heim kommt, macht er sich alleine etwas zu essen und wartet auf seine Großmutter, die erst gegen 22 Uhr von der Arbeit zurückkehrt. Hojun ist glücklich, wenn er am Wochenende mit seinem Vater zum Angeln aufs Meer fährt. Aber er ist auch ein trauriger Junge, der nicht weiß, was er sich mehr wünscht: den Besuch der Mutter oder einen Hund.”

Kommentare

2 Kommentare auf “3sat: Doku über südkoreanischen Computerspieler”

  1. Tom Schaffer am October 4th, 2007 20:04

    Der Spieler – das Opfer

  2. Ronny am October 11th, 2007 17:29

    Allem Anschein nach verdient und gegönnt.
    Aber einen Kart-Rider-Spieler als Wunderkind zu bezeichnen ist übertrieben.

    Es gibt sicher tausende Spieler, die ein Spiel besonders gut können, ja sogar besser als alle Anderen. Ein Wettbewerb sagt darüber aber nichts aus. Gewinnt er auch in anderen Spielen, ja dann wäre er wohl das beschriebene Wunderkind.

    Es gab früher schon solche Spieler. Das waren dann aber keine Wunderkinder, sonder bevormundete Freaks.