Zweifel über Games 2.0

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Analog zu Web 2.0, dem usergenerierten Community-Web, schwärmt heute mancher von Games 2.0 – Spieler sollen eigene Inhalte erstellen, im Spiel nutzen und sie (und sich) mit anderen Spielern austauschen.

Boris Schneider-Johne, einer der dienstältesten Spielejournalisten und seit zehn Jahren Produktmanager bei Microsoft, zweifelt in seinem Blog mit einem längeren und sehr lesenswerten Kommentar über den Nutzen dieser langsam beginnenden Entwicklung in Spielen wie “Forza 2”. Sein Fazit:

“Ich jedenfalls glaube fest daran, daß auch in Zukunft die guten Spiele nicht die sind, bei denen die Benutzer selber Content einstellen, sondern die, bei denen ein Designer, Autor, Entwickler mit einem guten Team eine gute Story erzählt oder eine bekannte Spielmechanik technisch perfektioniert.”

Kommentare

Ein Kommentar auf “Zweifel über Games 2.0”

  1. Wahrheit am July 9th, 2007 02:01

    Da stimme ich zu! Gaming 2.0 ist interessant und bis zu einem gewissen Grad sinnvoll, doch wird es mit Sicherheit nicht auf Dauer die althergebrachten Prinzipien verdrängen…, auch schon deshalb weil es viel Zeit beansprucht, sich eher an Leute mit Erfahrung richtet und nicht an diejenigen, die schnellen Spaß nur möchten… Bei anderen Medien ist es doch auch so…, mehr Leute hören Musik, anstatt selbst Musik zu machen, mehr Leute lesen ein Buch, anstatt selbst ein Buch zu schreiben…
    Und was die Entwickler angeht…, nun auf den ersten Blick mag es verlockend sein, den Spielern die Entwicklung von Inhalten zu überlassen, statt es selbst zu tun… Doch auf den zweiten Blick werden dadurch die Spieler auch unabhängig und sind nicht mehr auf neue Inhalte seitens der Entwickler angewiesen… Und das widerum lässt den Umsatz nur sinken…

    Genauso glaube ich übrigens nicht, dass Onlinegaming irgendwann den Einzelspielermodus verdrängen wird…, dass menschliche Gegner Computergegner ersetzen… Schließlich leben viele der wirklich guten Spiele davon, dass ein gewisser, möglichst perfekt designter Weg vorgegeben ist!