Feb
14
Politik: “Games Convention muß in Leipzig bleiben”
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In der aktuellen Diskussion über die Zukunft der Games Convention meldet sich die Politik zu Wort. Christoph Waitz, medienpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfrakion:
“Leipzig und die Games Convention: Das ist ein Erfolgsmodell. Ein Erfolgsmodell, das es in der deutschen Messelandschaft kaum ein zweites Mal gibt. Die Leipziger Messe und die Stadt Leipzig haben für den Erfolg der Games Convention gearbeitet als noch nicht klar war, welche Bedeutung Computerspiele und diese Messe einmal haben würden.
In Leipzig sind erfolgreiche Strukturen entstanden, mit denen das beständige Wachstum der Messe sichergestellt werden kann. Leipzig ist ein attraktiver Messestandort. 200 000 Besucher waren im Jahr 2007 Gast der Games Convention und waren hoch zufrieden.
Ich würde mich freuen, wenn die Entscheidung für den künftigren Messestandort wieder auf Leipzig fallen würde. Dies wäre nicht nur eine Entscheidung für ein nachweislich erfolgreiches Modell, sondern auch eine wichtige Botschaft für die Zukunftsfähigkeit des Messestandortes Leipzig.”
Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk will die Leipziger Messe bei ihren Verhandlungen unterstützen:
„Die Games Convention ist ein sächsisches Kind. Wie alle Eltern sind wir stolz, daß unser Kind schnell groß geworden und anerkannt ist“.
Die SPD forderte den Branchenverband BIU auf, der Stadt nicht den Rücken zu kehren. Leipzig habe ausreichend Kapazitäten für die Weiterentwicklung der GC, schreibt die Leipziger Volkszeitung.
Währenddessen rudert die Kölner Messe mit einem vielsagenden Statement zurück:
Nach Aussage von Oliver P. Kuhrt, dem für die Kommunikations- und IT-Themen verantwortlichen Geschäftsführer der Koelnmesse, sind die Berichte über eine mögliche Gewinnung der “Games Convention” für den Messestandort Köln verfrüht. “Wir befinden uns mit dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) in Berlin in konstruktiven, aber noch ergebnisoffenen Gesprächen”, erklärt Kuhrt, der seit Beginn dieser Gespräche die Verhandlungen für die Koelnmesse führt.”
Feb
13
Leipzig ist die Games Convention
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Für manchen gilt es als sicher: Die Games Convention wird 2009 an den Rhein ziehen. Bereits in den Vorjahren buhlte Köln aggressiv um die Leistungsschau. Unterstützt durch einen wichtigen Fürsprecher: Electronic Arts will die GC zur Hausmesse machen. Pikanterweise ist die Kölner Messe ausgerechnet der Ort, an dem in den 90er Jahren der GC-Vorläufer scheiterte. Damals galten Computerspiele als zu schmuddlig. Es folgte eine jahrelange Suche der Branche nach einem angemessenen Forum, die erst in Leipzig endete. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die GC zu einer der zehn erfolgreichsten Messen in Deutschland (und damit zur erfolgreichsten Messegründung der vergangenen Jahrzehnte). Hatten die anderen Messestädte Spiele zunächst verschmäht, wurde ihnen nun klar, welches Geschäft sie verpaßt hatten.
Nun ist die Leipziger Messe nicht nur Austragungsort der GC. Sie ist Veranstalter und Besitzer der Namensrechte. Sie hat mehrere Millionen Euro in die GC investiert, das Konzept maßgeblich entwickelt und Jahr für Jahr verfeinert – und mit dem Entwicklerkongreß GCDC ein zweites Standbein aufgebaut. Zu fest ist die GC in Leipzig verankert. Wer zur GC oder einer anderen großen Messe durch die Stadt geht, spürt: Leipzig lebt seine Messen. (Die Leipziger sind besonders stolz auf ihre Messe, ist sie doch die älteste der Welt und war vor dem Zweiten Weltkrieg einer der weltweit wichtigsten Handelsplätze. Noch zu DDR-Zeiten öffnete sie ein Fenster in den Westen.)
Während sich die anderen Städte mit ihren Konzepten an die großen Spieleverleger gegenseitig überboten, konterte die Leipziger Messe mit einem Schachzug, der hierzulange gar nicht richtig wahrgenommen wurde: Sie startete im vergangenen September eine zweite Games Convention, in Singapur, der ebenfalls ein Entwicklerkongreß angeschlossen war. Die GC Asia hatte vom Stand weg 70.000 Besucher, fast soviel wie bei der ersten Leipziger GC 2002. Die GC Asia stärkt nicht nur die Marke GC. Sie bietet eine Chance für deutsche Publisher, auf dem asiatischen Markt Fuß zu fassen und das eigene Angebot durch asiatische Spiele zu bereichern.
Da die GC von der Leipziger Messe veranstaltet wird, gibt es drei Modelle, wie die Leistungsschau nach Köln gehen könnte:
– Die Markenrechte werden verkauft. Das schließt Leipzig freilich klar aus.
– Die Leipziger Messe veranstaltet die GC weiter – aber in Köln. Dieses Szenarium ist nicht sehr attraktiv, da zu einer Messe neben Standmieten und Eintrittskarten viele Umsätze generiert werden, die dann nicht mehr nach Leipzig, sondern nach Köln gingen: durch Hotelübernachtungen, Gaststättenbesuche, Einkäufe, Taxifahrten und anderes mehr.
– Köln startet eine neue Spielemesse unter einem anderen Namen. Vorsorglich hat die Kölner Messe bereits 2003 die Marke GAMESCom angemeldet. Möglich würde das, da die meisten Spieleverleger wie Microsoft, Sony und Nintendo im Branchenverband BIU organisiert sind, der ideeller Partner der GC ist. Wohin die BIU-Mitglieder gehen, dahin würde wohl ein Großteil der Branche folgen.
Ein gänzlich neue Spielemesse hätte dennoch für die Spielebranche das größte Risiko. Einerseits sind sich die Spielehersteller weniger einig, als es nach außen scheint. Schon mehrfach sind große Messen wie die Londoner ECTS oder die amerikanische E3 an den unterschiedlichen Vorstellungen gescheitert. Der BIU-Vorgängerverband VUD zerbrach gar an internen Streitereien.
Andererseits ist es unberechenbar, wie die Leipzig Messe auf eine Konkurrenzveranstaltung reagieren würde. Sie könnte weiterhin eine Games Convention veranstalten und die Spielebranche dazu zwingen, sich für eine Veranstaltung zu entscheiden. Dabei dürfte eine Rolle spielen, daß GC nicht nur national, sondern weltweit eine bekannte Marke ist. Ausländische Besucher sprechen vielfach gar nicht von der “GC”, sondern von der “Leipzig Show” oder nur von “Leipzig”. Eine zweite Option wäre, daß die Leipziger Messe die Games Convention zum Beispiel nach London auslagert. Der Einfluß der deutschen Spieleverleger auf die europäische Leitmesse würde dadurch stark zurückgehen. Die dritte Möglichkeit wäre, daß Leipzig einen anderen ideellen Partner als den BIU (so einen gäbe es) für die weitere Ausrichtung der Games Convention wählen würde.
Würden die Spielehersteller in eine andere Stadt wechseln, hätten sie ein vielfaches Risiko. Sie müssten mit einem neuen Partner zurechtkommen, die Messe unter einem neuen Namen weiterführen – und hätten überdies die Gefahr, daß Leipzig weiterhin eine (möglicherweise kleinere) Games Convention veranstaltet.
Hinzu kommt, daß eine Spielemesse an einem Ort mit einem größeren Einzugsgebiet wie Köln erheblich höhere Kosten für die Aussteller verursachen würde. Für einen Publisher in der Größenordnung von Sony kostet die GC samt Standbau, Personal, Standmieten und Hotels soviel wie die Entwicklung eines größeren Spiels. Und dabei platzen die Stände schon bei den derzeitigen 200.000 Besuchern in Leipzig aus allen Nähten. Eine Spielemesse mit 600.000 Besuchern, wie sie mancher Verleger bei einer GC in Köln erhofft, würde das Drei- bis Vierfache kosten; die anzunehmenden höheren Kosten für Standmiete und Hotels noch gar nicht eingerechnet. Denn um dreimal so viele Besucher wie bisher zu empfangen, bräuchte man erheblich größere Stände und entsprechend mehr Betreuungspersonal und Displays zum Anspielen.
So oder so gibt es keine Notwendigkeit, die Spielemesse an einem anderen Ort stattfinden zu lassen; Wechselgründe wie fehlende Hotelbetten und Flugverbindungen sind aufgebauscht; Leipzig würde sogar kurzfristig neue Messehallen errichten, falls die GC mehr Platz benötigt. Bewiesen ist allerdings: Eine Spielemesse in Leipzig funktioniert – was zuvor in zahllosen anderen Städten gescheitert ist.
Feb
11
Bochum: Dritte Retro-Börse
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Am Samstag, dem 1. März 2008, findet die dritte Retro-Börse in Bochum statt. Für einen Eintritt von 3 Euro können an zahlreichen Tischen überwiegend klassische Videospielsysteme und Spiele erworben werden. Geöffnet ist von 11 bis 16 Uhr. Veranstalter sind die drei Retro-Liebhaber Michael Braun, Jens Brinkmann sowie Jens Klöpfel, der Details verrät.
Wie seid Ihr dazu gekommen, einen Retro-Flohmarkt zu organisieren?
2005 haben wir die EuroCon in Bochum ausgerichtet, ein jährliches Treffen von Retrogamern aus ganz Europa. Im Rahmen der EuroCon hat es sich eingebürgert, samstags eine Verkaufs- und Tausch-Session abzuhalten, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Wir haben mit einer Handvoll Besucher gerechnet, aber es kamen viele Menschen – teilweise von weit her. Alle waren begeistert und baten uns, das zu wiederholen. Deshalb gibt es jetzt schon die 3. Bochumer Retrobörse für klassische Videospiele.

Was erwartet den Besucher?
Videospiele aus wirklich allen Zeiten. Und eine freundliche Gemeinschaft von Spielefans zum Fachsimpeln, Diskutieren, Kaufen, Tauschen. Die Basis sind mehr als 60 belegte Tische von 26 Händlern. Sie kommen aus ganz Deutschland, den Niederlanden und England. Wir sind gespannt, was die Leute dieses Jahr im Angebot haben werden. Letztes Jahr gab es Überraschungen wie Neo Geos im Karton oder einen Nuon zu kaufen.
“Retro” klingt nach Atari und C64?
Im Prinzip ja, aber Retro entwickelt sich auch weiter. Für meine Generation (ich bin 42) ist Retro Atari 2600, Vectrex, C64 und Colecovision. Aber mittlerweile gibt es eine deutlich jüngere Gamer-Generation, für die das Spieleleben mit dem Super Nintendo oder Sega MegaDrive begann.

Der “PlayStation-Generation” wird also nichts geboten?
Aber klar doch. Ich freue mich schon, schöne Playstion-Spiele für die eigene Sammlung zu kaufen. Retro ist letztendich Definitionssache. Für jeden Einzelnen. Für mich ist alles Retro, was es nicht mehr normal im Laden zu kaufen gibt.
Verkaufen steht im Vordergrund?
Ja, letztendlich schon. Die Leute kommen von weit her, um ihre Sammlung aufzustocken. Aber die Börse ist immer auch ein Treffpunkt für Fans. Es wird viel diskutiert, gefachsimpelt und einfach geschwätzt. So viele Gleichgesinnte trifft man selten auf einem Haufen. In einigen Foren verabreden sich die Leute schon, um sich bei uns mal persönlich zu treffen. Das finde ich wundervoll.

Sind Höhepunkte geplant?
Ja – es gibt tolle Dinge neben der eigentlichen Verkaufsbörse. Wir haben eine Sonderausstellung zum Thema 3D-Brillen und Virtual Reality. Jeder Besucher wird Videospieltechnik testen dürfen, die alles andere als alltäglich ist. Zum Sehen (und Zocken) gibt es ein Sega MasterSystem mit 3D-Brille und allen veröffentlichten Spielen. Sowie ein japanisches Famicom (NES) mit dem nur in Japan veröffentlichten 3D-System und allen auf Modul erschienenen Spielen. Weiter wird ein Virtual Boy mit einer Auswahl an schönen Spielen bereitstehen. Wem das alles noch zu gewöhnlich ist, der kann sich auf den 3D-Imager für den Vectrex freuen. Highlight des Bereiches ist aber sicher der nie produzierte und weltweit nur zweimal als Prototyp vorhandene VR-Helm für den Atari Jaguar. Freunde aus England reisen an und bringen den Helm mit.
Ein weiterer Höhepunkt des Rahmenprogramms ist die Buchpremiere des Romans “Extraleben” von Constantin Gillies. Der Autor wird sein neues Buch vorstellen, einige Seiten vorlesen und anschließend für Fragen und Autogramme zur Verfügung stehen.
GIGA hat einen Besuch mit Filmteam angekündigt. Wahrscheinlich kommt Felix Rick, um einen Bericht für die Sendung Telespiel zu machen.
Es überrascht, daß die Veranstaltung nur fünf Stunden dauert.
Börsen unterliegen gewissen Gesetzen. Die Freaks stehen schon morgens vor der Tür, mittags ist die Hütte voll, und ab 15 Uhr wird es ruhiger. Das paßt schon. Und wir müssen morgens aufbauen, Gäste und Auststeller betreuen und danach wieder abbauen. Das wird für uns ein 20-Stunden-Tag. Aber wir freuen uns riesig. Auf jeden von Euch.

Feb
3
Berlin: Seminarreihe über Spiele-Entwicklung
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Am 8. Februar 2008 beginnt an der FHTW Berlin die Seminarreihe BreakOut Computerspiele. Die Veranstaltungen bauen aufeinander auf und lassen ein Spiel entstehen – von der Idee über das Erstellen von 3D-Modellen bis zum Beta-Test.
“Die FHTW-Initiative BreakOut Computerspiele bietet Seminare mit zeitlich unterschiedlichem Umfang zu wesentlichen Aspekten der Entwicklung von Computerspielen, wie etwa Gamewriting, Modelling, 3D-Animation, Leveldesign und Qualitätssicherung. Das Angebot richtet sich an Beschäftigte oder Absolventen der Medienbranche, die sich für den Bereich Games spezialisieren wollen und nicht vorrangig an Studenten der FHTW Berlin.”

Feb
2
Frankfurt: Ausstellung “Comics made in Germany”
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In der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt ist bis zum 24. Mai 2008 die Sonderausstellung “Comics made in Germany – 60 Jahre Comics aus Deutschland” zu sehen. Gezeigt werden vor allem Bücher und Hefte. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch.
“Die Ausstellung verfolgt die Entwicklung des Comic aus der Feder ost- und westdeutscher Autoren über verschiedene Phasen, Phänomene und Strömungen hinweg bis in die Gegenwart. Vorgestellt werden sowohl die prägenden Autoren und erfolgreichen Reihen als auch manche der weniger erfolgreichen und vielfach wieder in Vergessenheit geratenen Werke und Serien.”